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Einweihung des neuen Wasserrades

Nun klappert es wieder

Dällikon Am Weg zum Altberg mit seiner Waldschenke und dem Aussichtsturm wurde am Dienstagabend ein neues Wasserrad durch den Dälliker Gemeinderat eingeweiht.

Die Geschichte des Wasserrades im Wald Vieleichli am Nordhang des Altberg lässt sich nicht bis an ihren Anfang verfolgen. Gemeinderätin Caroline Rau erinnert sich aber: „Wenn wir als Kinder mit den Eltern zum Altberg hochstiegen, hielten wir oft beim Wasserrad an, stauten den Zulauf und liessen das Wasser wieder laufen, und freuten uns, wenn sich das Wasserrad für einige Momente schneller drehte.“ Vermutlich wurde das erste Wasserrad von Landwirt Werner Reichli in den Siebzigerjahren gebaut.

Das Wasserrad hat keinen kommerziellen Zweck. Es treibt weder eine Mahl- oder ein Sägewerkwerk, noch ein Generator an. Von einer Quelle gespiesen, dreht es sich und erfreut Wanderer und Spaziergänger als weitbekannter Fixpunkt auf dem Aufstieg zum Altberg. Einige Male musste es schon repariert werden. Das letzte Mal erfolgte eine Erneuerung im Jahr 2006 durch den Zivilschutz oberes Furttal, wie eine kleine Messingtafel verkündet. Es war kein Vandalenakt, sondern starke Regenfälle im vergangenen Jahr, die das das Werk erneut zerstörten und die Beschläge auseinander brechen liess.

Die Wagnerei Oehrli in Lauenen bei Gstaad wurde beauftragt, ein neues Rad zu bauen. Geschäftsführer Simon Oehrli gab folgende Daten bekannt: „Die Holzteile fertigten wir aus Eichen- und Lärchenholz an, Holzarten die gegen Fäulnis besonders widerstandsfähig sind.“ Der Bau des Rades mit seinen 24 Schaufeln beanspruchte etwa 110 Arbeitsstunden und kostete rund 15‘000 Franken. Die Achse und die Lager sind aus rostfreiem Stahl gefertigt. Die Firma Oehrli baute neben vielen weiteren Wasserrädern in der ganzen Schweiz auch das neue Wasserrad für die alte Sagi in Bassersdorf, das seit einigen Monaten das Sägewerk antreibt.

Es war ein denkwürdiger Abschluss der letzten Gemeinderatssitzung vor den fünfwöchigen Ferien. Der gesamte Dälliker Gemeinderat und der Gemeindeschreiber begaben sich am Dienstagabend hinauf zum neuen Wasserrad und liess es erstmals wieder drehen. Wanderer können nun eine Pause einlegen und ein Menschenwerk und die Nutzung von Wasserkraft bestaunen, welche die Industrialisierung und die Stromproduktion überhaupt ermöglicht hat.


Foto_Gemeinderat
 

Datum der Neuigkeit 13. Juli 2018